Südfrankreich

Noch schnell einkaufen, schwimmen gehen und klar Schiff machen, dann geht es los zur nächsten, schönen und ruhigen Überfahrt über 115sm nach Marseille.
20 Stunden später sind wir müde und freuen uns auf die Illes Ratonneau, die Marseille vorgelagert ist.  In Frankreich werden wir von einem Boot der französischen Küstenwache begrüßt. Per Funk fordern sie uns auf, ihnen in den nächsten Hafen zu folgen. Nach einer fast 2-stündigen Kontrolle dürfen wir weiterfahren. Die Beamten waren extrem genau, aber freundlich. Mit einer Kontrolle dieser Art innerhalb der EU haben wir nicht gerechnet.

 

Wir steuern auf unsere bereits ausgesuchte Ankerbucht ein zweites Mal zu und legen uns erst mal für ein paar Stunden aufs Ohr.
Die Insel begeistert uns, nicht nur weil überall um uns herum junge Seemöwen ihre ersten Lauf- Flug - und Schwimmversuche machen. Die Felsformation und die vielen Buchten sind faszinierend. Bei der längeren Abendwanderung bekommen wir dann auch von oben einen Ausblick auf die Buchten, die Stadt Marseille und Chateau d’If, die Insel auf der der Graf von Monte Christo gefangen gehalten  wurde.

 

Marseille ist eine Besichtigung wert. Mit dem Basilique Notre Dame de la Garde, dem Hafen, der Kathedrale und den umliegenden Küsten, die wir mit dem Rad erkunden, hat Marseille einiges zu bieten.

 

Wir ankern in einer Bucht südlich vom Zentrum in Point Rouge. Ein wahres Paradies für Wassersportler, hier wird gesegelt, gepaddelt, getaucht und vieles mehr.
Am Morgen treiben auf einmal 2 Motorboote an uns vorbei, deren Anker sich losgerissen hat. Wir verständigen die Polizei und die Schleppen die Boot ab und verankern sie neu.

 

Mistral (starker Wind aus NW) ist angesagt. Wir müssen wegen eines Mechanikers, der an Bord kommen muss, nochmal 17sm zurück ins Rhonedelta. Da suchen wir uns ein Ankerplätzchen wo wir zu mindestens vor den Wellen des aufkommenden Windes geschützt stehen können. Unser Anker hält die fast 24h Sturm mit  Spitzen bis 40kn Wind stand. Wir haben bei 4m Tiefe aber auch 52 m Kette gelegt.

 

Wir bekommen wieder Besuch und verbringen ein paar Tage mit unseren Freunden zusammen in den Calanques, einem Nationalpark zwischen Marseilles und Cassis. Wir ankern in einer der vielen schönen Buchten und gehen am Abend wandern.

 

Wieder alleine segeln wir bei genialen Bedingungen weiter. Mit einem Zwischenstopp am Plange deRanc ist der nächste Stopp St-Pierre des Embiez. 

 

Die Insel  Iles d Hyere ist mit dem Fahrrad gut zu erkunden, die es dort zu leihen gibt. 

 

Port Cros kann man auch gut zu Fuß erkunden. Wir gingen am frühen Morgen von Port Man 1 Stunde nach Port Cros Village.
Kurze Info: in der Bucht von Port Man darf man nur bis 12 m Länge ankern. Die Angestellten des Nationalparks kamen um 18:00 um zu kontrollieren. Sie fragten wie lang wir sind und als sie als Antwort 12m bekamen waren sie zufrieden. (Wir sind 12,5 Rumpflänge). Eine 45" Lagoon wurde weggeschickt.

 

Hitzewelle über Europa. Die Temperaturen, sowohl Luft als auch Wasser steigen. Anfang Juli hat das Meer schon 29 Grad. Wir verlegen unsere Aktivitäten mehr auf das Wasser. Tauchen, Kajaken, Wingfoilen (noch mehr schlecht als recht 😉), Schnorcheln, Schwimmen und Standup Paddeln stehen jetzt auf der Tagesordnung. Die Landgänge verlegen wir auf die kühleren Morgenstunden.

 

Auf dem Weg  nach Saint Tropez gehen wir nochmal Tauchen und sehen viele Barracudaschwärme.  Kurz darauf beißt auch ein ca 1 m großes Exemplar  an der Angel und das Abendessen ist gesichert.

 

Unser Boot findet ein nettes  Plätzchen neben einer österreichischen Segelyacht. Schnell ist der Kontakt zur sympatischen Crew hergestellt und wir verbringen einige Stunden gemeinsam und tauschen Erfahrungen aus. 
Wegen der Hitze wird nur mehr früh morgens oder abends Sightseeing betrieben. Ein Ausflug zum Bilderbuchort Grimaud und ein Abend in Saint Tropez, wo sich „Reich und Schön“ treffen darf nicht fehlen. War beides einen Ausflug wert
😊.

 

Wir wollen nach Korsika, dazu brauchen wir das richtige Windfenster, das noch nicht da ist.
Also entscheiden wir noch weiter die Küste entlang zu segeln. So stoppen wir vor den Inseln Lerins, die Cannes vorgelagert sind. Von dort fahren wir mit dem Dingy nach Cannes. Auch diese Stadt sollte man gesehen haben, aber nach 4 Stunden sind wir froh wieder die Ruhe des Schiffes zu genießen.

 

Am Freitag Abend werden wir noch von einem Feuerwerk verabschiedet und heute geht es dann los. Aber von der Überfahrt mehr im nächsten Blog.

Video mit 1 min Feuerwerk